Sackgasse Alkohol? – Es gibt Hilfe!

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Pressetext

4. Schweizerischer Solidaritätstag für Menschen mit Alkoholproblemen

Mindestens 300 000 Menschen sind hierzulande alkoholabhängig oder abhängigkeitsgefährdet. Damit für sie der Alkohol nicht zur Sackgasse wird, existiert in der Schweiz ein sich ergänzendes Hilfssystem: Rund 170 ambulante Beratungsstellen und über 60 stationäre Einrichtungen tragen dazu bei, dass Betroffene wieder einen Weg aus der Abhängigkeit finden. Anlässlich des diesjährigen «Schweizerischen Solidaritätstages für Menschen mit Alkoholproblemen» am 9. November 2000 rufen sich die Fachinstitutionen und Organisationen unter dem Motto «Sackgasse ‹Alkohol›? – Es gibt Hilfe!» mit Aktionen in allen drei Sprachregionen einer grösseren Öffentlichkeit in Erinnerung. Ziel ist es, Notwendigkeit und Nutzen des professionellen Behandlungssystems im Alkoholbereich aufzuzeigen und konkrete Hilfsangebote bekannt(er) zu machen.

Bereits zum vierten Mal regen die drei sprachregionalen Fachverbände A+S (Verband Alkohol- und Suchtfachleute), GREAT (Groupement romand d’études sur l’alcoolisme et les toxicomanies) und INGRADO (Centro di cura dell’alcolismo) gemeinsam mit der Schweizerischen Faschstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) dazu an, sich am zweiten Donnerstag im November im Rahmen des «Solidaritätstages für Menschen mit Alkoholproblemen» ein paar grundsätzliche Gedanken zu machen über die legale Droge Nr. 1 und ihre (zu) oft schwerwiegenden Folgen für Betroffene und Angehörige.

Jährlich 33 000 in stationärer Behandlung
Wegen Alkoholproblemen werden in der Schweiz jedes Jahr rund 33 000 Menschen in Spitälern, Psychiatrischen Kliniken und Alkoholfachkliniken stationär behandelt. Dies ist gut ein Zehntel aller alkoholabhängigen und -gefährdeten Menschen hierzulande. Hinzu kommt ein ambulantes Angebot von gegen 80 spezialisierten Alkoholberatungsstellen sowie weiteren 90 Diensten der allgemeinen Sozialhilfe. Rund 60% der in diesen Stellen geführten Beratungen wegen Suchtproblemen betreffen den Alkohol. Die stationären und ambulanten Behandlungsangebote in der Schweiz ergänzen sich zu einem Hilfssystem, welches in hohem Masse dazu beiträgt, dass der Leidensweg von Menschen mit Alkoholproblemen nicht zwangsläufig in der Sackgasse endet bzw. dass sie wieder aus dieser herausfinden.

Aktionen in über 40 Schweizer Städten
Am 9. November machen Fachinstitutionen und Organisationen im Alkoholbereich mit einer ganzen Reihe von Aktionen eine breite Öffentlichkeit auf ihre anspruchsvolle, aber meist abseits des Rampenlichts stehende Arbeit aufmerksam. In über 40 Städten sensibilisieren Informationsstände die Bevölkerung: Fachleute beantworten Fragen und helfen weiter. Es finden zudem zahlreiche mannigfaltige Veranstaltungen – Referate, Diskussionsrunden, Klinikbesichtigungen etc. – statt mit dem Ziel, das Wissen und das Verständnis rund um die Problematik ‹Alkoholabhängigkeit› zu fördern.

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Das Projekt wird durch den Nationalen Alkoholpräventionsfonds finanziert.